Jugendarbeit im Sportverein. Förderungspotenziale personaler Kompetenzen

by Zet, Frank
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Zet, Frank Jugendarbeit im Sportverein. Förderungspotenziale personaler Kompetenzen
Zet, Frank - Jugendarbeit im Sportverein. Förderungspotenziale personaler Kompetenzen

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Description


Die rasanten Wandlungsprozesse, die unsere Gesellschaft durchläuft, machen auch vor der kindlichen Welt keinen Halt. Vielmehr erhält sie einen ambivalenten Charakter, da auf der einen Seite die Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung viel größer sind als früher, zum anderen aber der bildungsbasierende Erwartungsdruck zunehmend steigt. Auch die Erwartungen an den Sportverein, der im Netzwerk formaler Bildungsinstitutionen verankert ist, sind vielschichtig, doch er bildet noch immer einen Punkt der gesunden Sozialisation, der wichtige Kompetenzen herausbildet. Die vorliegende Arbeit ist in Teilaspekte untergliedert, die in ihrer Koexistenz einen voneinander abhängigen Zusammenhang mit sportvereinsorientierter Jugendarbeit beschreiben. Dafür wird das Setting des Sportvereins und der damit verbundenen Jugendarbeit analysiert. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Facettenreichtum von sportsvereinsgebundener Jugendarbeit, der Förderungspotentiale von persönlichen Kompetenzen aufzeigt. Ziel der Arbeit ist es, einen mit zentralen Einflussgrößen bestückten Bezugsrahmen vereinsinterner Jugendarbeit zu schaffen, der durch eine Mehrebenenanalyse von Förderungsmöglichkeiten der Jugendlichen in Sportvereinen ergänzt wird.

Contributors

Author:
Zet, Frank

Further information

Language:
German
Excerpt:
Textprobe:
Kapitel 3.3.2, Produktive Partizipation als Kompetenzfeld der sportlichen und außersportlichen Jugendarbeit:
Seit Anbeginn der Sportbewegung konstituieren sich Sportvereine aufgrund freiwilliger Partizipation der Mitglieder, die über eine bloße Nutzung sportlicher Angebote hinausreicht und die Selbstorganisation der Vereine garantiert (vgl. VON ROSENBLADT & BLANKE 2009, S. 359). In enger Verbindung mit zunehmender Professionalisierung und Dienstleistungsorientierung der Vereine sowie veränderten jugendlichen Lebenslagen, haben in den letzten Jahren vermehrt Untersuchungen zum freiwilligen Engagement Eingang in die Forschungen gefunden, die den Jugendverbänden einen gewissen Legitimationsdruck hinsichtlich der Effektivität ihrer Bildungsqualität auferlegen (vgl. KREHER 2008, S. 111). In einem Beitrag der HESSISCHEN SPORTJUGEND (2008) wird Mitbestimmung im Sinne von 'ich hebe meinen Finger und wähle dich zum Jugendwart' als Minimalziel konstatiert, welches einer dringenden Erweiterung bedarf. Damit vergegenwärtigt sich das zunehmend auftretende Bild eines passiven, unverbindlichen Konsumentenverhaltens, welches im krassen Gegensatz zur wünschenswerten Einstellung aktiver, verantwortungsbewusster Auseinandersetzung steht. Dazu eröffnet der Sportverein seinen Akteuren ein breites Feld potenzieller Teilhabe und Mitgestaltung. Im Hinblick auf ihr internes Vereinsverhalten nehmen Mitglieder das Sportangebot passiv oder aktiv wahr, nutzen zusätzliche Angebote, nehmen an demokratischen Entscheidungen teil und leisten unentgeltliche Freiwilligenarbeit (vgl. HEINEMANN 2007, S. 272ff.). In jeweils unterschiedlicher Ausprägung dieser Facetten verdeutlicht das differenzierte Bild eine Problematik, die sich aus der zunehmenden Gewichtung passiver Konsumentenrollen ergibt. Die stetige Abnahme ehrenamtlicher Tätigkeiten auf Vorstandsebenen sowie das signifikantes Manko fehlender formaler Qualifikationen der Übungsleiter in rund der Hälfte aller Sportvereine in Deutschland bietet Diskussionsbedarf (BISp 2011/2012). Im Zuge der Qualifikation des Übungsleiters und einer möglichst frühen Sensibilisierung der Jugend für Verantwortungsübernahme und Führungsfunktion durch die Vorbildfunktion der Lehrperson wurde bereits das Ausbildungssystem des LSB NRW angesprochen. Die Evaluationsstudie von BRAUN & HANSEN (2010) untersuchte den Kompetenzerwerb zum bürgerlichen Engagement in sportlichen Settings sowie den Kompetenztransfer zukünftiger Engagements in außersportlichen Kontexten anhand der Ausbildung zum Gruppenhelfer (GH). Im Wesentlichen beruht die Zielsetzung der gegliederten GHAusbildung (GH I, GH II, GH III) auf zukünftigem, unterstützendem Einsatz im Trainingsbetrieb sowie der Einbindung in das vereinspolitische Geschehen im Sinne einer Raumerschließung für vereinsjugendliche Selbstbestimmung und Mitgestaltung. Darüber hinaus sollen außersportliches Engagement und die generelle Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme entwickelt werden.
Neben Fach- und Vermittlungskompetenzen in formalen Lernsettings setzen inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung auf ein selbstreflektiertes Bewusstsein der Akteure, die sich ihrer Stärken und Schwächen rational nähern und eigene Wirkungskreise erfahren (SPORTJUGEND NRW). Mit erfolgreichem Abschluss der GH-Ausbildung konnten positive Entwicklungslinien aufgezeigt werden, die den inhaltlichen Zusammenhang von Engagements und Sportpraxis der Jugendlichen widerspiegeln (BRAUN & HANSEN 2010, S. 235). So nimmt ein Großteil der Befragten die Funktion des Trainers, Gruppenhelfers oder Übungsleiters im Verein wahr, allerdings ist bei lediglich knapp 20 % der GH III Absolventen die Funktion gänzlich neu hinzugekommen. Der Vorher-nachher Vergleich zeigt einen leichten Anstieg in der Wahrnehmung des Stimmrechts in Sitzungen des Gesamtvorstandes sowie einer Mitgliedschaft in Kinder- oder Jugendgremien.
Number of Pages:
76
Media Type:
Softcover
Publisher:
Diplomica

Master Data

Product Type:
Paperback book
Package Dimensions:
0.21 x 0.148 x 0.004 m; 0.109 kg
GTIN:
09783959349147
DUIN:
SMB8DO3NL06
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